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Wer ist der Motorradhelm Testsieger?

Motorradhelme können Leben retten. Sie schützen den Kopf bei Unfällen vor starken Erschütterungen. Über 60.000 Motorradfahrer verunglücken jährlich auf den Straßen. Die Ursachen sind häufig eine überhöhte Geschwindigkeit oder eine Unachtsamkeit der Verkehrsteilnehmer. Das Risiko eines Motorradfahrers, in einen Unfall verwickelt zu werden, ist achtmal so hoch, wie das eines Autofahrers. Um die Motorradfahrer zu schützen, hat der Staat eine Helmpflicht erhoben. Mehr als ein Dutzend Hersteller bringen immer wieder neue Modelle auf den Markt, die sowohl vom Sicherheits- als auch vom Preisfaktor her variieren.

Es gibt drei verschiedene Helmarten. Der Integralhelm hat ein aufklappbares Visier, der Kinnschutz ist fest mit dem Kopfschutz verankert. Bei einem Klapphelm, kann der Kinnschutz nach oben geklappt werden. Der Jethelm dagegen hat weder Visier noch Kinnschutz und wurde eigentlich für die Nutzung auf Mopeds und Motorrollern entwickelt, wird aber auch häufig von Motorradfahrern genutzt. Die Preise der einzelnen Helme bewegen sich regulär in Spannen von 40 Euro bis 500 Euro.

Die Stiftung Warentest hat einzelne Modelle verschiedenen Extremsituationen ausgesetzt, um so ihre Sicherheit zu testen. Im Labor wurden die Leistungen der Helme überprüft. Die Hauptaufgabe eines Motorradhelms ist es, bei plötzlichen Stößen den Druck auf den Kopf abzufangen. Zudem soll er vor Fremdkörpern schützen, die ebenfalls zu Verletzungen am Kopf führen könnten. Im Labor wurden die Helme aus einer Höhe von etwa drei Metern auf Stein fallen gelassen. Es wurde dafür gesorgt, dass alle Seiten des Helmes dem Aufprall ausgesetzt waren. Die europäische Norm, ECE, stattet Helme mit einem Zertifikat aus, die alle Ansprüche der Norm erfüllen. Stiftung Warentest hat ausschließlich Helme mit einem ECE-Kennzeichen getestet. Neben der Belastbarkeit bei starken Stößen wurden noch weitere Komponenten überprüft. Die Visiere müssen auch bei hohen Geschwindkeiten fest sitzen, dürfen nicht wackeln und sollten eine gewisse Kratzfestigkeit aufweisen. Das war nicht bei allen Testhelmen der Fall. Auch der Kinnriemen und das Schloss wurden getestet. Bei einem Unfall muss es manchmal sehr schnell gehen. Das Schloss darf also nicht klemmen. Aber es darf auch nicht bei jeder Bewegung aufgehen. Eine weitere, sehr wichtig Komponente, ist die Abstreifsicherheit. Ein Helm muss so fest sitzen, dass sich bei einer Erschütterung nichts bewegt. Hier ist es auch wichtig, beim Kauf darauf zu achten, die richtige Helmgröße zu kaufen.

Der Test hat ergeben, dass die höchste Sicherheit Integralhelme bieten. Keiner der überprüften Integralhelme konnte ein sehr gut erreichen. Testsieger war der agv K2, ein Helm, der sich preislich im mittleren Bereich bewegt. Der Lazer Vertigo, einer der preisgünstigen Helme, gelangte auf Platz 2. Der kostenintensivste Integralhelm im Test war der Schuberth S1. Mit einem Qualitätsurteil von 2,3 Punkten belegt er Platz fünf bei Stiftung Warentest. Der Test hat ergeben, dass der Preis eines Helms nichts über dessen Qualität aussagt. Beim Kauf sollte also vor allem auf die richtige Passform, eine einfache Handhabung und das ECE-Kennzeichen geachtet werden.

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