Im Motorsport keine Seltenheit: Viele Fahrzeugbauteile werden aus Metallen und Metalllegierungen gefertigt. Mittels Karbon und Kunststoffen legierte Metallteile sind jedoch noch immer zu schwer für die Anforderungen im Profisport. Die speziellen Eigenschaften, welche über Sieg oder Niederlage entscheiden können, spielen aber für den bloßen Konsumenten und Motorsportliebhaber eine mehr untergeordnete Rolle. Dabei handelt es sich in vielen Fällen um Fahrzeuge, die auch als Vorzeigeobjekte dienen sollen. Besonders ausgeprägt ist dieses Bedürfnis bei Motorradfahrern, denen es häufig nicht nur darum geht, sich den Wind um die Ohren wehen zu lassen, sondern auch nach Außen hin etwas von dem Lebensgefühl abzustrahlen, das sich mit dem Sport verbindet. Dazu gehört der glänzende Lack oder auch Karbon, aus dem sich nahezu alle Verkleidungsteile fertigen lassen.
Chrom ist als häufig verwendete Legierung nicht wirklich als Qualitätsstoff zu bezeichnen, schützt er doch gerade mal mit einer dünnen Außenschicht, die durch einen Sturz sofort verloren gehen kann. Wovon mehr zu erwarten ist, das sind die Werkstoffe selber, die sich unter der Lackierung oder Chromschicht verbergen. Im Leistungssport ist man lange weg von den schweren Metallteilen, die Rost ansetzen können und sich bei Unfällen als Gefahrenfaktor herausstellen. Dagegen sind Kunststoffe in breiter Auswahl erhältlich und ihre Eigenschaften variieren sehr. Von sehr leichten Bauteilen bis hin zu besonders sicheren und bruchfesten, die in vielen Fällen auch durch optische Merkmale punkten. Laminate und Spritzgusskunststoffe müssen nicht lackiert werden und machen durch die Forschung stetig Fortschritte.
Bei Karbonfasern handelt es sich im Gegensatz dazu um ein sehr feines Gemisch aus Kohlenstoffen, das in seiner Zusammensetzung an Grafit erinnert, sich aber durch die entscheidenden Merkmale eines Metalls von Kunststoffen ebenso, wie von Grafiten abhebt. Die Dicke einer Karbonfaser beträgt in etwa 1 Achtel eines menschlichen Haares. Nach der Verarbeitung weisen Karbonbauteile einen matten Glanz und sehr feine Oberflächenbeschaffenheit auf. Mittels einer Klarlackbeschichtung kann der Werkstoff zusätzlich geschützt werden, ohne die optischen Eigenheiten zu verlieren.
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